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360 Grad ICT-Impulse: Erkenntnisse der MSM-Research-Konferenz 2018

Einmal 360 Grad rund um die wichtigen und beeinflussenden ICT-Topthemen drehen, lautete das Motto an der Konferenz 360 Grad ICT-Impulse vom 2. Oktober 2018 in Zürich. Es wurde diskutiert, welche Themen die ICT- und Business-Verantwortlichen besonders auf dem Radarschirm haben sollten, welche Technologien das Business und die ICT im Unternehmen verändern wird.

Zum Auftakt unserer Konferenz präsentierte CEO Philipp A. Ziegler die Schlüsselfaktoren und Entwicklungen des ICT-Marktes bis 2020. Das aktuelle Wachstum und die Dynamik des Marktes werden u.a. durch Projekte und Investitionen im Bereich der digitalen Transformation angetrieben. Im Windschatten von Digitalisierungsprojekten bzw. -prozessen hin zur digitalen Unternehmung folgen höhere Ausgaben in den Bereichen Beratung, Integration, Analytics, Cloudplattformen, Apps, Connectivity, Server und Storage.

Das Wachstum wird zudem durch weitere Keydriver bestimmt: So generiert der Big Shift, d.h. die zunehmende Verlagerung der ICT- Operations hin zu externen Dienstleistern, überdurchschnittlichen Zuwachs der Spendings. Die Form des reinen ICT-Eigenbetriebes ist angezählt; die Kompassnadel zeigt in Richtung externer Services, d.h. Richtung Cloud. Die Cloud gilt als eigentlicher Motor der digitalen Transformation. Diese Entwicklung hat grossen Einfluss auf die Planung und den Betrieb entsprechender Infrastrukturen.

 

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Wirschaftslage auf die ICT-Ausgaben? Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen werden die ICT-Ausgaben erhöhen. (Quelle: MSM Research AG)

 

Eine hybride ICT ist die Zukunft

Dass die Zukunft der ICT hybrid sein wird (ein Mix aus Eigenbetrieb und Bezug von Services über die Public oder Private Cloud), und immer mehr Unternehmen die Cloud in ihr Businessmodell einbinden, darauf wies auch Swisscom in ihrem Fachreferat hin. Eine effziente Digitalisierung von Prozessen setzt eine sichere, schnelle Cloud-Infrastruktur voraus. 

Der notwendigen Sicherheits-Frage widmete sich der Konferenzpartner Barracuda Networks: Wie kann eine Cloud betrieben werden, welche den hohen Anforderungen an die Sicherheit genügt, die Konnektivität jederzeit gewährleistet und das Management vereinfacht? Die Antwort hierzu findet sich in den «Next Generation Firewalls», welche zwischen Cloud und Netzwerkumgebung eine sichere Verbindung zur Verfügung stellen.

Das Netzwerk als Lebensnerv im Unternehmen

Spricht man über die digitale Transformation, ist das Netzwerk ein zentrales Thema. Mehr noch, es ist zum Lebensnerv, zur Grundvoraussetzung geworden, um im Zuge der Digitalisierung über neue Prozesse und Businessmodelle nachzudenken und sie umzusetzen – ohne Netzwerk keine Cloud und keine Connectivity.

Das zeigte auch die Präsentation von Extreme Networks, wo auf die laufend und stark wachsende Vernetzung von Dingen (Internet of Things) hingewiesen wurde. Problematisch dabei sind die alten Netzwerkdesigns vieler Unternehmen, welche für die künftigen Anforderungen eines digitalisierten Business nicht fit sind. Eine reale Herausforderung für die ICT-Infrastruktur und die Sicherheit stellt die steigende Zahl mobiler Arbeitsplätze dar. Enterprise Mobility ist businesskritisch, wie im Referat von Nomasis verdeutlicht wurde und deshalb sind Privacy und Sicherheit hier auch die Knackpunkte.

Blockchain, Künstliche Intelligenz & Co. – Hypes oder Game Changer?

Im Referat von Inacta wurden die Teilnehmer durch das Schweizer Crypto Valley geführt. Mit 650 Unternehmen, welche das heute weltweit führende Ecosystem bilden, wurde deutlich, dass Blockchain den Hype-Status abgelegt hat.

Beim Begriff «Künstliche  Intelligenz» (KI) denkt man unweigerlich an Roboter oder eine Superintelligenz, welche die kognitiven Fähigkeiten des Menschen übertriff und uns somit überlegen ist. Dass wir hier (noch?) weit entfernt sind, zeigte die Präsentation von adesso. KI wird heute vor allem zur Automatisierung von (unbeliebten) Prozessen eingesetzt. 

Sowohl das Thema Blockchain als auch Künstliche Intelligenz haben laut unseren aktuellen Marktanalysen noch nicht den Weg in Schweizer Unternehmen gefunden. Im Vordergrund stehen derzeit andere Themen wie Digitalisierung und Prozessoptimierung. Es fehlt an Use Cases und Best Practices, um nach Ansicht der befragten  Unternehmen einen Nutzen der neuen Technologien zu erkennen. Die Studie zeigt aber, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird. Blockchain und KI steigen weiter nach oben auf der Agenda. 

An den Thementischen konnten die Teilnehmer jeweils in den Pausen – passend zu den Referatsthemen – mit den Referenten und Anbietern weiterführend ihre Fragen diskutieren. 

 

Die nächste Konferenz «360 Grad ICT-Impulse» findet im Spätherbst 2019 statt. 

 

 

Die Autorin

Corinne Jost ist Head of Marketing bei MSM Research AG


MSM Research AG, 8201 Schaffhausen
Tel. +41 52 624 21 21, www.msmag.ch
www.360-Grad-ICT.ch