Herr Kurt, als Nachfolgerin des bekannten TELETEXT bezeichnet sich die SWISS TXT AG heute als «Digital Navigator». Was lässt sich darunter verstehen?

Die Einsatzmöglichkeiten und die Nutzung von Videos, Audio und Bilder sind im ständigen Wandel. Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Auch die Mediennutzung ist davon betroffen: Die Konsumenten sind global orientiert, mehrsprachig, multikulturell und verwenden verschiedene Geräte, unabhängig von Ort und Zeit. Die SWISS TXT AG hilft ihren Kunden, sich in der komplexen digitalen Medienwelt zurecht zu finden. Wir bieten konzeptionelle Unterstützung, stellen die notwendige Infrastruktur und Software zur Verfügung und kümmern uns um den Betrieb. Aus dem anfänglichen – und heute noch gern genutzten TELETEXT – ist ein modernes Multimedia-Unternehmen geworden, welches den Sprung ins digitale Zeitalter erfolgreich gemeistert hat.

Wie sind Sie dabei vorgegangen? Wo liegen die Unterschiede zu früher und was sind die Erfolgsfaktoren von heute?

In den vergangenen 30 Jahren hat es SWISS TXT verstanden, die digitale Transformation zu begleiten und mitzugestalten. Dabei wurden verschiedene Sachen ausprobiert. Nicht immer funktioniert alles so, wie man es sich vorstellt. Das gehört zum Entwicklungsprozess. Nebst der technologischen Neugier braucht es dazu eine gewisse Risk-to-fail-Mentalität. Wir arbeiten mit agilen Projektmethoden, sind offen für Neues, haben ein relativ junges Team und verfolgen laufend die aktuellen Trends. Um heute Erfolg zu haben braucht es Spiel- und Freiräume, Platz für Ideen, schlanke Prozesse, flache Hierarchien und ein breites sowie tiefes Knowhow.

An welche Kunden richtet sich das heutige Angebot? Wie könnte ein Praxisbeispiel aussehen?

Wir richten uns in erster Linie an mittlere bis grössere Unternehmen, welche Videos, Audio und Bilder professionell einsetzen wollen. Das kann z.B. eine eigene Video-Plattform sein wie bei der J. S. Bach-Stiftung. Bis 2015 hat diese einen Teil ihrer Einnahmen über den Verkauf von DVDs generiert. Um das Angebot weiteren Personen – auch international – zugänglich zu machen, setzte man auf eine eigene Video-on-Demand-Plattform. Heute können die Fans die Inhalte dank Streaming billiger und schneller beziehen als bis anhin mittels Postversand. Die J. S. Bach-Stiftung entwickelte sich dadurch von einem lokalen zu einem globalen Anbieter. SWISS TXT war dabei zuständig für Konzeption, Design, Bereitstellung der Hosting-Infrastruktur, Integration der Content Management-, Shopping- und Streaming-Komponenten, Migration aller Inhalte und Schulung des Kunden sowie Testing und Inbetriebnahme der Lösung.

Werfen wir einen Blick in die multimediale Kristallkugel: Wohin geht die künftige Reise der digitalen Medien?

Das klassische Einweg-Modell, z.B. TV-Sendungen zu produzieren und auszustrahlen, wird bereits jetzt durch den interaktiven Einbezug der Medienkonsumenten abgelöst. Die Zuschauer und Zuhörer wollen die Inhalte selber auswählen und Ort und Zeit selber bestimmen. Dementsprechend steigen die Ansprüche an die Medienverfügbarkeit. Personalisierung, Interaktion und Automatisierung sind im Medienbereich stark auf dem Vormarsch. Web, TV, Radio usw. verschmelzen immer stärker. Künftig werden nicht mehr die Kanäle im Vordergrund stehen, sondern die Inhalte und Endgeräte. Vielleicht haben wir in Zukunft nur noch ein Device für alles. Ohne Zweifel wird die Medienwelt der Zukunft noch anspruchsvoller und komplexer.

 

SWISS TXT AG
Alexander-Schöni-Strasse 40
2501 Biel

Tel.: +41 32 329 29 29

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