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Infrachain-Konferenz mit Fokus öffentlicher Sektor und Infrastruktur

250 Personen nahmen an der Infrachain 18 teil, der ersten Blockchain-Konferenz mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Sektor und die Infrastruktur. Bundesrat Ueli Maurer begrüsste die Konferenzteilnehmer im Stade de Suisse in Bern und sagte auch: "Die Schweiz hat gute Karten, wenn es um die Entwicklung und den Einsatz der Blockchain-Technologie geht." Um diese Spitzenposition zu halten, werden sechs bestehende Gesetze geändert. Der Bericht des Bundesrates wird in zwei Wochen veröffentlicht.

 

 

Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Anwendung der Blockchain-Technologie. Einer von vielen Gründen ist der kontinuierliche Wissenstransfer und Austausch zwischen Unternehmern, Start-ups, Behörden, Politikern und Entwicklern in und um die sogenannte "Crypto Valley".

Am 3. Dezember 2018 versammelten sich Organisationen wie EY, Tezos, Swisspower, Postfinance, Die Post, SICPA, B3i und elblox einmal nicht in Zug, sondern in der Bundesstadt, um ihre Use Cases und Projekte vor namhaften Politikern und Mitgliedern des öffentlichen Sektors zu präsentieren. Adrian Hasler, Ministerpräsident von Liechtenstein, stellte das neue Blockchain-Gesetz des Fürstentums vor, das kürzlich weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Die Infrachain-Konferenz wurde von der Swiss Blockchain Federation organisiert, welche sich für die Schweiz als globale Hauptdrehscheibe für Blockchain-Entwicklungen einsetzt.

Ueli Maurer: Anzahl der Blockchain-Anwendungen wird explodieren

Finanzminister Ueli Maurer ist überzeugt, dass die Zahl der Blockchain-Anwendungen in den kommenden Jahren explodieren wird. Die Schweiz hat aufgrund der lokalen Unternehmer, Entwickler, Wissenschaftler und Macher die besten Voraussetzungen, aber laut Maurer ist es auch wichtig, den internationalen Wettbewerb nicht zu unterschätzen.

Maurer definierte folgendes Ziel: "Die Schweiz wird bei der Entwicklung von Blockchain und Use-Cases eine Vorreiterrolle übernehmen". Um dies zu erreichen, sind Rechtssicherheit und zielgerichtete Gesetzgebung von wesentlicher Bedeutung. Maurer betonte auch, dass die Regulierung gleichzeitig nicht Blockchain-Unternehmer und -Entwickler in einem frühen Stadium "abwürgen", sondern vielmehr Orientierung bieten sollte. Sie soll Start-ups ermutigen, ihre Ideen in der Schweiz zu verwirklichen und ausländische Talente anzuziehen.

Zu diesem Schluss kommt auch der Bericht Blockchain/ICO, den der Bundesrat in rund zwei Wochen veröffentlichen wird. "Die Schweiz braucht keine neuen Sonderregelungen für Blockchain. Aber wir müssen sechs bestehende Gesetze ändern, um diese neue Technologie aufzunehmen, die in Zukunft viele Branchen betreffen wird", sagt Maurer.

Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen, leitet die Arbeitsgruppe, die den Rechtsrahmen für finanzwirtschaftliche Anwendungen der Blockchain-Technologie überprüft, um konkreten Handlungsbedarf aufzuzeigen. Er stimmt Maurer zu und sagte später auf der Konferenz, dass es spezifische und zielgerichtete Änderungen im Zivilrecht und im Finanzmarktrecht geben wird. Der Staat setzt allgemeine Richtlinien um, um die Position der Schweiz als Drehscheibe für Fintech- und Blockchain-Innovationen zu stärken und weiter auszubauen.

Die Schweiz als führende Drehscheibe für Fintech- und Blockchain-Startups

Bundesrat Maurer ist überzeugt, dass die Schweiz ihre Spitzenposition als Top-Standort für Blockchain-Startups halten kann. Zu den Vorteilen der Schweiz gehören laut Maurer kurze Entscheidungsprozesse sowie der kontinuierliche Dialog zwischen Politik und Wirtschaft. Dies ist eine der wichtigsten Anforderungen in der Welt der Blockchain, da Änderungen schnell und monatlich erfolgen.

Darüber hinaus ist es für die Politik wichtig, den Dialog mit der Blockkettenindustrie fortzusetzen, um aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse zu verstehen. Die Schweiz kann stolz auf ihre Leistungen sein. Obwohl die Bescheidenheit Teil der helvetischen DNA ist, muss diese lobenswerte Eigenschaft nun auf allen Ebenen gegen Mut ausgetauscht werden.

 

 

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