«Weniger Komplexität ist immer ein Schritt nach vorne»

Opacc gehört zu den Schweizer Softwareherstellern mit einem interdisziplinären Gesamtangebot. «Wir integrieren nicht sondern wir schaffen durch eine einheitliche Plattform die Integrationen gänzlich ab. Dies schafft unnötige Komplexität ab. Und das führt zu einer viel höheren Flexibilität und Agilität.» Erklärt CEO Beat Bussmann im Gespräch mit der topsoft Redaktion.

 

topsoft: Vielen Unternehmen fliegen die Buzzwords der Digitalisierung nur so um die Ohren. Wie erleben Sie die Realität bei Ihren Kunden? Sind die meisten KMU tatsächlich noch digitale Dinosaurier?

Beat Bussmann: Wir haben es meist mit realitätsnahen Vertretern von KMUs zu tun. Sie beschäftigen sich mit der Digitalisierung und mit deren Chancen. Aber Buzzwords sind hier weniger gefragt. Ganz im Gegenteil kann man sich oft nicht vorstellen, was damit gemeint ist. Damit kann ich sehr gut leben und ich bin froh, dass ich viele der Buzzwords und den damit verbundenen Versprechen nicht dauernd erläutern muss.

Beat Bussmann, CEO Opacc Software AG: «Beim setzen der Schwerpunkte in der Entwicklung orientieren wir uns gerne an konkreten Anforderungen von Kunden und Interessenten.»

Welche digitalen Themen sollten Ihre Kunden unbedingt im Auge behalten? Wo lohnt es sich zu investieren?

Generell geht es um den Einfluss auf die Wertschöpfungskette und den heutigen und künftigen Platz darin, das veränderte Kundenverhalten und die neuen technologischen Möglichkeiten. Die Chancen, die sich daraus ergeben, sind bei jedem Unternehmen unterschiedlich. Und das macht es noch viel spannender.


Opacc gehört zu den wenigen Schweizer Softwareherstellern mit einem interdisziplinären Gesamtangebot. Was spricht für dieses Modell?

Heute setzen vielen Unternehmen noch verschiedene Insellösungen ein, um alle kundenbezogenen Prozesse abzuwickeln (ERP, Shop, CRM, etc.). Es wird für diese Unternehmen immer aufwendiger, die Integrationen dieser Systeme zu betreiben. Und da setzt unser Angebot an. Wir integrieren nicht sondern wir schaffen durch eine einheitliche Plattform die Integrationen gänzlich ab. Dies schafft unnötige Komplexität ab. Und das führt zu einer viel höheren Flexibilität und Agilität.


Welche Schwerpunkte setzen Sie in der Software-Entwicklung und den anderen Unternehmensbereichen? Wer bestimmt die Strategie und wer liefert die Inputs dazu?

Wir orientieren uns gerne an konkreten Anforderungen von Kunden und Interessenten. Diese gleichen wir dann mit aktuellen und künftigen technischen Möglichkeiten ab. Darauf entsteht unsere Roadmap für die Produktentwicklung und daraus dann die konkreten Release Pläne.


Zu Ihren Kunden zählen überdurchschnittlich viele Handelsfirmen. Was macht Opacc in diesem Bereich so stark?

Wir bieten alles, vom ERP, WebShop, CRM, DMS bis zum ausgewachsenen Warehouse Management auf einer Plattform. Das ist kaum durch verschiedene Insellösungen zu schlagen. Weniger Komplexität ist immer ein Schritt nach vorne.

In einem kürzlich erschienenen Kundenbericht von Ihnen berichten Sie über die Firma LEHVOSS Schneider AG*. Inwiefern ist dieses Unternehmen ein typischer Opacc-Kunde?

Unser Kunde Lehvoss hat vor mehr als 20 Jahren unser ERP in Betrieb genommen, alle Updates installiert und somit von allen neuen Funktionen profitiert. Vor ein paar Jahren, als für sie der Markt reif war, wurde das EnterpriseCRM gekauft und alle Aussendienstler damit ausgerüstet. Sie hatten sofort Zugriff auf alle relevanten Daten, die sie seit 20 Jahren von ihren Kunden im System haben.

Wie stark ist Ihr Unternehmen vom Fachkräftemangel in der IT betroffen? Was braucht es heute, um neue Mitarbeitende zu gewinnen und erfahrene Spezialisten zu halten? 

Auch wir hätten gerne noch mehr gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende. Aber das war schon immer Mangelware, nicht nur in der IT. Das hat auch eine positive Seite. Denn Wettbewerb forciert den Anpassungsdruck auch hier.

Wie hat sich die Rolle von ERP-Systemen in den letzten Jahren verändert? Und wohin könnte die Reise gehen?

Das ERP stellt heute in vielen Unternehmen die wichtigste digitale Ressource dar. Alles was einmal ein Auftrag oder Kunde werden kann, muss hier früher oder später bekannt sein. Dies erhöht den Druck auf die ERP-Hersteller um auch digitale Ressourcen für weitere Prozesse anzubieten.

 

*) Das Kerngeschäft von LEHVOSS Schneider sind Distribution, Handel und Produktion von chemischen und mineralischen Spezialitäten. Die Software von Opacc sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel aller Prozesse. Die vollständige Fallstudie zu LEHVOSS können Sie hier nachlesen.

 

Mehr Informationen und Beiträge von Opacc finden Sie in der topsoft Marktübersicht.