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ERP als Erfolgsfaktor beim Software Contest 2015

Die digitale Transformation ist derzeit in aller Munde. Was bedeutet dies konkret für Unternehmen? Wie lässt sie sich schon heute nutzen? Antworten dazu lieferte der Software Contest 2015. Über 100 Besucher informierten sich über den Einsatz von ERP als Erfolgsfaktor in allen Unternehmensbereichen.

Umbruchstimmung herrscht in vielen Unternehmen. Nicht immer freiwillig: Der Wettbewerbsdruck wird stärker, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschieben sich, die Kundenerwartungen steigen und innovative Technologien verändern Geschäftsmodelle. Wer als Unternehmen überleben will, braucht flexible, effiziente und leistungsfähige Prozesse und Strukturen. Einen entscheidenden, aber in vielen Firmen noch immer unterschätzten Beitrag dazu leisten moderne ERP-Systeme. Welches Potential sich dahinter verbirgt, wurde beim Software Contest 2015 auf eindrückliche Weise gezeigt.

Die digitale Transformation ist allgegenwärtig

“Wer heute in einer Führungsposition tätig ist, muss sich mit der digitalen Transformation auseinandersetzen, welche derzeit unaufhaltsam in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen stattfindet. Mit moderner Business Software können Sie diese digitale Welle nutzen und auf ihr reiten, ohne Gefahr zu laufen, von ihr weggespült zu werden.” Mit diesen Worten eröffnete Dr. Marcel Siegenthaler als Moderator den Business Software Contest 2015. Rund hundert Besucher aus Industrie- und Handelsunternehmen, Beratung und Hochschulen waren gespannt, welche digitalen Möglichkeiten die vertretenen Anbieter von ERP-Systemes bei der Unternehmensführung bieten. Mit Abacus (ABACUS vi), Asseco (APplus), myfactory Software Schweiz (myfactory) und Step Ahead (Steps) standen sich erfahrene, aber ganz unterschiedliche “Contestanten” live gegenüber.

Mutige „Contestanten“ mit grossartigen Lösungen

Wer als Anbieter seine Lösung im Scheinwerferlicht live auf der Bühne vor einem erwartungsvollen Publikum präsentiert, braucht nicht nur gute Nerven, sondern vor allem ein kompetentes Auftreten mit einer positiven Ausstrahlung. Raffaelle Grillo (Abacus), Markus Reichl (Asseco), David Lauchenauer (myfactory) und Thomas Frei (Step Ahead) bewiesen, dass sie nicht nur über diese Eigenschaften verfügten, sondern auch über viel Erfahrung bei der Realisierung von ERP-Projekten. Für einmal standen sich die Anbieter nicht als Konkurrenten gegenüber, sondern sassen Seite an Seite und zeigten anhand der im Contest-Drehbuch vorgegebenen Aufgaben, wie sich Business Software als Erfolgsfaktor in Unternehmen nutzen lässt.

Regelkreise für Stabilisierung und Fortschritt von Unternehmen

Grundsätzlich stellt sich die Frage, was macht denn ein ERP-System überhaupt zum Erfolgfaktor im Unternehmen? Mit dem Erfassen und Verwalten von Adressen oder Aufträgen ist es noch längst nicht getan. Erst das Definieren von Zielen, das Messen von Indikatoren und das anschliessende Umsetzen entsprechender Massnahmen bringen die gewünschten Erfolge. In seiner Keynote ging Dr. Andreas Spiess, Arumba GmbH, auf die Anwendung von Führungskennzahlen ein. Mit einem zweirädrigen, fahrenden Modell, welches sich anhand von Messwerten selber ausbalancierte, erklärte er sehr anschaulich, worauf es bei Regelkreisen für die Stabilisierung und den Fortschritt eines Unternehmens ankommt. Mit dem Hinweis, dass Verspätungen eine wichtige Kenngrösse sind, nahm Dr. Spiess direkten Bezug auf seinen Fachartikel im topsoft Magazin.

Ein Drehbuch voll inspirierender Erfolgsfaktoren

Durch den integrierten, unternehmensweiten Einsatz eines ERP-Systems lassen sich Daten aus allen Bereichen gewinnen und als Führungsinstrument nutzen. Das Drehbuch des diesjährigen Software Contest stellte folgende Auswahl (aus einer fast unbegrenzten Menge von Möglichkeiten) vor:

  • Erfolgsfaktor Marktchancen: Auftragschancen in Bezug auf potentiellem Umsatz über die Zeit,  Auswerten der Wahrscheinlichkeiten und Einfluss der Eintretenswahrscheinlichkeit.
  • Erfolgsfaktor Lieferantenbewertung: Termin-, mengen- und qualitätsgerechte Lieferantenbestellungen, Auswerten von Termintreue, Mengenabweichung sowie Statistik von Soll und Ist.
  • Erfolgsfaktor Liquidität: Überwachung der Liquidität anhand von finanziellen Veränderungen durch Kundenaufträge, Lieferantenbestellungen, Löhne und andere periodische Zahlungen
  • Erfolgsfaktor Budget: Planung von Aufwand und Ertrag mittels Budget am Beispiel eines Aufwandkonto, Vergleich mit Vorjahr und Soll-Ist Vergleich im laufenden Jahr
  • Erfolgsfaktor Zeit: Nachweis über die Arbeitszeiten von Mitarbeitenden durch Erfassen der Präsenzzeit, Auswertung der Arbeitszeit und Ermitteln des Feriensaldos
  • Erfolgsfaktor Projektertrag: Nachweis über den Projekterfolg mittels Vorkalkulation, Projektverwaltung sowie Nachkalkulation basierend auf Arbeitszeit, Material, Erlös
  • Erfolgsfaktor Serviceleistungen: Mobiler Einsatz mit Zugriff auf Serviceverträge, Auswertung offener Serviceanfragen, Auswertung des Ertrags und der Kosten auf einem Vertrag
  • Erfolgsfaktor individuelle Auswertungen: Übersicht über Anpassungsmöglichkeiten von Standardreports und Erstellung eigener Auswertungen

Fragen, Beratung und Networking intensiv genutzt

Dass der Software Contest kein Monolog ist, zeigte sich bei den zahlreichen Fragen, welche während der Veranstaltungen laufend online gestellt wurden. Die Besucher konnten ihre Anliegen mit Namen oder anonym laufend über ihr Smartphone an die Contestanten senden. Wo die Zeit für eine vertiefte Antwort nicht reichte, boten Pausen, Lunch und Apéro sowie die Anbieterstände im Foyer ausreichend Möglichkeiten für Diskussionen und Networking. Verschiedene Besucher profitieren von der kostenlosen Kurzberatung durch Matthias Zehnder vom Beratungsunternehmen schmid + siegenthaler consulting gmbh. Nebst spannender “Live-Duelle” stand beim Software Contest einmal mehr das Networking im Vordergrund. Beim verdienten Apéro zeigte sich Moderator Marcel Siegenthaler mit dem Event sehr zufrieden: “Sowohl Besucher als auch Anbieter haben sich aktiv beteiligt. Erste Reaktionen waren sehr positiv. Die Qualität der Veranstaltung hat nochmals zugelegt. In diesem Sinn gehen wir motiviert an die Planung des Software Contest 2016.”

Software Contest 2015 | Bern