«Bei uns steht immer das Individuum im Zentrum»

Opacc zählt zu den führenden Schweizer IT-Unternehmen und ist trotz Fachkräftemangel auf Wachstumskurs. Zu den Erfolgsfaktoren gehört eine überdurchschnittliche Mitarbeiterzufriedenheit. Zudem konnte sich Opacc bereits zum vierten Mal in Folge als «Friendly Workspace» rezertifizieren. Was macht das Unternehmen zu einem gesuchten Arbeitgeber? Antworten dazu liefert Regina Gripenberg, Bereichsleiterin Finanzen & Controlling sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Opacc Software AG.
 
Interview von Christian Bühlmann | topsoft Fachmagazin 
 
 
Frau Gripenberg, die IT gehört zu denjenigen Branchen, welche einen hohen Fachkräftemangel aufweisen. Wie äussert sich das bei Opacc und mit welcher Strategie packen Sie die Herausforderungen an?
 
Regina Gripenberg: Die Rekrutierung neuer Kolleginnen und Kollegen gehört bei uns seit Jahren zu unseren Hauptaufgaben. Wir überlegen laufend, wo Optimierungsmöglichkeiten bestehen und wie sich das Potenzial schnell nutzen lässt. Heute sind die HR-Prozesse gut integriert und transparent. 
 
 
Der neue Firmensitz von Opacc beeindruckt sowohl von aussen als auch von innen. Welche Vorteile und Annehmlichkeiten sind damit für die Mitarbeitenden verbunden?
 
Natürlich ist der Campus als Arbeitsort einer unserer Vorteile. Hier können New-Work-Konzepte gelebt werden. Die Mitarbeitenden entscheiden selbst, ob sie an ihrem persönlichen Arbeitsplatz, in der Bibliothek ganz ohne Telefon und Nebengeräusche oder in einem Rückzugs- oder Projektbüro arbeiten wollen. Für Pausen stehen Ruheräume, Lounge, Bistro und ein grosser Garten zur Verfügung. 
 
 
 
Regina Gripenberg, Bereichsleiterin Finanzen & Controlling sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Opacc Software AG. (Bild: Opacc Software AG)
 
 
Sie verfügen damit über gute Voraussetzungen für die Zertifizierung als Friendly Workspace. Was verbirgt sich konkret hinter diesem abstrakten Begriff?
 
Das Friendly Workspace-Label wird von der Gesundheitsförderung Schweiz vergeben. Es richtet sich an Unternehmen, die ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement betreiben. Darauf haben wir bei Opacc, schon lange bevor es dieses Label überhaupt gab, grossen Wert gelegt. So gesehen kam es für uns gelegen, da wir unsere Instrumente und Massnahmen auch transparent bewerten können.
 
 
Hand aufs Herz: Ist dieses Label vor allem ein Nutzen im Personalmarketing oder wird es auch das Jahr über gelebt? Wie viel Aufwand investieren Sie in die Zertifizierung?
 
Nein, das FWS-Label ist kein PR-Instrument. Die Messpunkte gehen viel weiter als es für einen PR-Aktion notwendig wäre. Im Zentrum stehen umfassende Kennzahlen zum Gesundheitszustand des ganzen Teams sowie alle Massnahmen, welche für das erfolgreiche Management von Absenzen notwendig sind. Das lässt sich auf Dauer nur mit der Verankerung im Mindset aller Beteiligten erreichen. 
 
 
Grosse IT-Firmen aus Übersee versuchen mit Fun und Wellness Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten. Gibt es bei Opacc auch Rutschbahnen, kostenlose Fitness-angebote und Yoga-Kurse? Ist die «Job-Bespassung» auch bei Ihnen ein Thema, um Mitarbeitende zu finden und zu binden?
 
Bei Opacc gibt es zahlreiche Benefits: Jahresarbeitszeit, bezahlte Sabbaticals, gleichwertige Karrieremodelle für Führung- und Fachverantwortung, Sportangebote und vieles mehr. Sie sind alle auf die langfristige Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden ausgelegt. Wer eine Rutschbahn sucht, sollte diese auf dem Spiel- und nicht am Arbeitsplatz suchen. 
 
 
Arbeitgeber und Team als erweiterte Familie. Trifft das auf Opacc zu? Was macht Ihr Unternehmen besonders? 
 
Unter dem Dach von Opacc sind heute mehr als zwanzig Berufsprofile tätig. Um den Nutzen unserer Produkte und Dienstleistungen für die Kunden zu optimieren, legen wir grossen Werte auf eine gute Zusammenarbeit. Dies über alle Bereiche und Standorte hinweg. Denn meistens braucht es für gute Lösungen die Expertise verschiedener Profile. Das funktioniert sehr gut. Gegenseitige Unterstützung ist bei uns selbstverständlich und wird von den Mitarbeitenden ebenso geschätzt wie von den Kunden. 
 
 
Wie sehen Sie sich im Vergleich zu anderen IT-Unternehmen? Was machen Sie anders als die anderen? Wo setzen Sie die Schwerpunkte bei der Personalrekrutierung?
 
Ich weiss nicht, was andere Unternehmen machen und kann die Unterschiede deshalb nicht aufzählen. Wir legen einfach Wert auf einen klaren Rekrutierungsprozess und verfolgen immer die langfristige Perspektive. Dabei bleiben wir stets klar und ehrlich. 
 
 
Bei Opacc arbeiten rund 200 Mitarbeitende. Der Altersunterschied reicht (vermutlich) von 16 bis 65 Jahren. Gefühlt sind das in IT-Dimensionen Jahrhunderte. Wie schaffen Sie es, sowohl für ältere als auch für jüngere Mitarbeitende ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?
 
Bei uns steht immer das Individuum im Zentrum. Alter, Herkunft, Geschlecht und sexuelle oder politische Orientierung spielen dabei keine Rolle. Dies fördert die gegenseitige Akzeptanz und macht das Team resilient und interessant. 
 
 
Vielen Dank, Frau Gripenberg, für das interessante Gespräch.
 
 
Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Opacc Software AG in Rothenburg. Opacc entwickelt seit 1988 eine eigene Enterprise Software Plattform in der Schweiz und beschäftigt in seinen Niederlassungen rund 200 Mitarbeitende.
 
 

Der Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 22-3

 

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