Digitalisierung optimiert Lagerlogistik

Die Bischoff AG, ein Handelsunternehmen für Artikel des Schulbedarfs, hat die Funktionalität der Unternehmenssoftware eNVenta ERP durch die Integration mobiler Scanner im Lager ausgebaut. Die Bestandsführung ist heute präziser, Fehler bei der Kommissionierung sind deutlich reduziert worden und auch die Inventur ist komfortabler geworden. Probyt hat die Android-Lösung, die per Webservices mit dem ERP-System kommuniziert, für die Bereiche Wareneingang, Kommissionierung und Inventur realisiert.
 
Die Bischoff AG mit Hauptsitz in Wil im Kanton St. Gallen beschäftigt 40 Mitarbeiter an drei Standorten in der Schweiz. Seit dem Jahr 1857 überzeugt das Unternehmen seine Kunden, vorwiegend Schulen, durch ein hohes Serviceniveau. Ein wichtiges Mittel dabei ist zum Beispiel die eigene Lieferwagenflotte, da der persönliche Kontakt zu den Kunden „auf der letzten Meile“ als sehr wichtig eingeschätzt wird. Dennoch nimmt der Preisdruck in der Branche zu und das Ziel, Effizienzreserven zu heben, gewinnt an Bedeutung.
 

Die Mitarbeiter von Bischoff werden vom Scanner wegoptimiert durch das Lager geführt

 
 
eNVenta ERP ist bereits seit dem Jahr 2012 erfolgreich bei der Bischoff AG im Einsatz. Aufgrund der Digitalisierung konkretisierte sich das Ziel im Unternehmen, die Fehlerrate bei der Kommissionierung im Lager zu senken. Eine Vielzahl kleiner Artikel im Sortiment, wie etwa Filzstifte oder Hefter in vielen Farbvarianten, ist besonders anfällig für Verwechselungen. Diese ziehen eine im Verhältnis zum Warenwert aufwändige Retourenbearbeitung nach sich. Deshalb beauftragte Bischoff seinen IT-Dienstleister Probyt, eine Lösung auf Basis mobiler Scanner zu entwickeln. Die neue Kommissionierungslösung wurde nach einer Testphase in nur zwei Monaten eingeführt. 
 

Einfache und intuitive Benutzerführung

Mit der neuen App wird zunächst die Packliste von eNVenta ERP via Webservice auf den mobilen Scanner geladen. Anschliessend wird der Lagermitarbeiter wegoptimiert nach Lagerplatz – Position für Position – durch das Lager geführt. Der Mitarbeiter scannt den EAN-Code des Artikels und packt die gewünschten Artikel in eine Box auf seinem Kommissionierwagen. Scannt er versehentlich den falschen Artikel, so erhält er auf dem Display des Scanners eine Fehlermeldung. Sind alle Artikel eines Auftrags gerüstet, so geht es an den Packplatz, wo der Lieferschein erstellt und die Artikel versandfertig gemacht werden.
 
Eine Besonderheit des Handelsunternehmens sind die markanten Umsatzspitzen im Sommer, zwischen den Schuljahren. Dann werden die Lagermitarbeiter auch durch Bürokräfte und Geschäftsführer unterstützt, damit die Aufträge schnellstmöglich zum Kunden kommen. Die klare Benutzerführung des Scanner-Systems hat sich auch bei diesen „Aushilfskräften“ bestens bewährt.
 
Roman Lämmler, Mitglied der Geschäftsleitung der Bischoff AG und Projekt-Verantwortlicher, berichtet: „Durch die Einführung der Scanner im Lager konnten wir die Fehler beim Kommissionieren innerhalb eines Jahres um 90 Prozent reduzieren.“ Man hoffe, dass hier noch mehr zu erreichen sei. Er ergänzt: “Unsere Mitarbeiter haben sich aktiv im Projekt eingebracht und auch Probyt hat sehr gute Arbeit geleistet. Das Team von Probyt hat unsere Bedürfnisse schnell erkannt und in der Lösung umgesetzt.“ 
 

Inventur schneller beendet

In den vorangegangenen Jahren mussten zur Inventur am Jahresende noch ausgedruckte Artikellisten per Hand abgehakt werden und diese dann in das ERP-System übertragen werden. Heute können die Mitarbeiter der Bischoff AG zum Jahresende die Inventur im Lager komfortabel und schnell mit den Handheld-Scannern durchführen und damit auch den Bestand direkt in eNVenta ERP aktualisieren. Die 16 an der Inventur beteiligten Mitarbeiter benötigten dafür statt zweieinhalb Tagen weniger als einen Tag. 
 
Auch der Wareneingang ist mit den Handscannern ausgerüstet und die Einlagerung digitalisiert worden. Eine Herausforderung war dabei zunächst, dass nicht alle Artikel mit EAN-Codes versehen sind. Doch inzwischen werden alle Artikel bei Bischoff digital erfasst. Wenn es nicht anders möglich ist, dann werden die Artikeldaten im ERP-System nachgepflegt. Für die Lösung im Wareneingang gab es umfangreichere Abstimmungen zwischen den Anwendern und dem IT-Dienstleister, um Anpassungen zu realisieren: So hat etwa ein Stift einen EAN-Code und die Umverpackung für beispielsweise zwölf Stifte einen anderen. Diese Informationen werden im ERP-System gepflegt, sodass bei der Einlagerung auch zwölf Stifte mit einem Scan erfasst werden können.
 
 
 

Die Packliste wird von eNVenta auf den Scanner übertragen (links).
Der Scan des richtigen Artikels im Lager wird durch den grünen Balken auf dem Display angezeigt (rechts).

 
 
Die Mitarbeiter brachten ihre Ideen für die Prozessoptimierung aktiv in das Projekt ein. Diese nahm Probyt auf und setzte sie um. Effizienter ist die Arbeit im Wareneingang dadurch nicht geworden, aber die Prozesssicherheit hat deutlich zugenommen. Aufgrund der ergonomischen Benutzerführung der Scanner-Lösung können auch hier Kollegen anderer Abteilungen bei Bedarf schnell unterstützend tätig werden.
 
Die Android-Scanner repräsentieren – technisch betrachtet – eigene mobile Arbeitsgeräte, die über Webservices mit eNVenta verbunden sind. Gleichzeitig konnte Probyt die grafischen Möglichkeiten von Android für die Gestaltung der Benutzeroberfläche der Scanner nutzen. Die dafür notwendigen Entwicklungen wurden innerhalb von etwa sechs Monaten abgeschlossen.
 
Im zweiten Geschäftsfeld von Bischoff, der Projektierung und Einrichtung von Medienräumen, kommen ebenfalls mobile Lösungen zum Einsatz: Probyt hat dafür die mobile Zeitwirtschaft des Unternehmens RTM über eine Schnittstelle in eNVenta integriert. Die Lösung erlaubt es den Mitarbeitern im Projektgeschäft, ihre Arbeitszeiten auch von unterwegs zu erfassen.
 
Roman Lämmler zieht ein Resümee zur Einführung mobiler Scanner im Lager, wenn er sagt: „Ich hätte nicht erwartet, dass unser Projekt so reibungslos abläuft. Die Akzeptanz der Mitarbeiter war sofort da.“ In der gesamten Einführungsphase habe es keine einzige Fehlermeldung gegeben. Schliesslich wurde auch das vorgesehene Projekt-Budget für diese Lagerlogistik-Lösung nicht ausgeschöpft. 
 
Bischoff stellt den Schulen Mehrweg-Kunstoffboxen für den Transport der Waren zur Verfügung. Um auch diese Prozesskette zu digitalisieren, wird dieses Gebinde via Scanning mit dem Auftrag „verheiratet“. Die Fahrer können dann auch vor Ort in den Schulen die Übergabe der Sendungen mit Handhelds dokumentieren und zugleich ein Tracking der Kunststoffboxen ermöglichen. Damit ist der Prozess vom Wareneingang bis zur Auslieferung beim Kunden komplett digitalisiert.
 
 

Bischoff

Als inhabergeführtes Familienunternehmen legen wir Wert auf persönliche Beratung und individuellen Kundenservice. Und das schon seit vielen Generationen. Schliesslich reichen die Wurzeln unserer Firmengeschichte zurück bis ins Jahr 1857. Heute ist die Bischoff AG ein modernes Unternehmen mit rund 40 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an unseren Standorten in Will SG, Hochdorf LU und Bulle FR für unsere Kunden im Einsatz sind.
 
Die ganzheitliche Palette unserer Produkte- und Dienstleistungsangebote umfasst einen grossen Papeteriemarkt mit mehr als 14‘000 Artikeln ab Lager, Showrooms für verschiedenste audiovisuelle Geräte sowie umfangreiche Ausstellungen für Schul- und Büromöbel führender Markenhersteller. Darüber hinaus bieten wir Ihnen in den zertifizierten Schulungszentren der Bischoff AG die Möglichkeit, neue audiovisuelle Präsentationslösungen ausgiebig zu testen und bei Bedarf den Umgang mit Visualizer, interaktive Screens oder Beamer von Grund auf zu erlernen. 
 
 
 
PROBYT Systems AG | 8500 Frauenfeld | www.probyt.ch
 
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