Knacknuss Künstliche Intelligenz? - Themen auf topsoft

Knacknuss Künstliche Intelligenz?

Kolumne von Cornelia Diethelm – Dank Künstlicher Intelligenz lassen sich Kosten reduzieren und die Customer Experience verbessern. Doch Kundinnen und Kunden haben Bedenken.
 
(Bild: Gerd Almann / pixabay.com)

Viele Kundinnen und Kunden sind unsicher, ob KI-Modelle fair und vorurteilsfrei agieren. Sie möchten wissen, wenn sie mit einer Maschine interagieren, und sie erwarten, dass Unternehmen KI-basierte Entscheide genau herleiten können. Dies zeigt eine weltweite Umfrage von Capgemini.

Erfreulicherweise können immer mehr Unternehmen ihre KI-Systeme erklären. Die EU bietet sogar ein internetbasiertes Self-Assessment an. So lässt sich überprüfen, ob die Kernanforderungen an eine vertrauenswürdige KI erfüllt sind. Weil KI-Systeme nur so gut sind wie die zugrunde liegenden Daten, sind zum Beispiel regelmässige Überprüfungen der Datensätze sowie Audits wichtig.

Leider gibt es zahlreiche Beispiele für KI-Anwendungen, die unerwünschte Folgen haben. Deshalb wird es immer wichtiger, dass Unternehmen ihre Governance und ihr Risikomanagement um KI-spezifische Probleme und Risiken erweitern. Idealerweise werden offene Schnittstellen in die KI-Systeme integriert, um den Datenaustausch zu erleichtern und, werden sie interoperabel konzipiert, um die Vielfalt des Marktangebots zu erhalten.

Bereits heute ist klar: Unternehmen müssen die technologische Veränderung verantwortungsvoll gestalten. Nur so können sie Vertrauen bei ihren Kundinnen und weiteren Stakeholdern schaffen und das Potenzial von KI ausschöpfen. Das macht sie gleichzeitig für Investoren attraktiv, denn Innovationen entstehen da, wo Unternehmen auf neue Erwartungen reagieren. Immer mehr Unternehmen orientieren sich etwa an Ethik-Richtlinien und sie investieren in den Wissensaufbau.

Nur wer Künstliche Intelligenz versteht, kann die Zukunft aktiv mitprägen. Deshalb lohnt es sich für uns alle, unabhängig vom Arbeitgeber, in ein Basiswissen zu investieren. Zum Beispiel gibt es den kostenlosen Online-Kurs «Einführung in die KI». Auch Unternehmen profitieren von der Förderung der digitalen Kompetenzen in der Schweizer Bevölkerung. Sie bilden die Basis für den Entscheid, wo wir Künstliche Intelligenz einsetzen wollen und können – möglichst ohne Bedenken.

Umfrage

Wie relevant sind die ethischen Aspekte der Digitalisierung für Unternehmen in der Schweiz? Welche Massnahmen werden umgesetzt, zum Beispiel um Diskriminierungen zu vermeiden und um Vertrauen zu schaffen? Machen Sie mit! Die Umfrage dauert ca. 9 Minuten und alle Teilnehmenden erhalten bei Interesse die Ergebnisse. Hier geht es zur Umfrage.


 
Für das renommierte Marktforschungsinstitut Gartner gehört Digitale Ethik zu den Top-Themen von strategischer Bedeutung für Unternehmen. Cornelia Diethelm macht diesen Megatrend in ihrer Kolumne erlebbar, indem sie aktuelle Aspekte der Digitalen Ethik beleuchtet.
 
Lesetipp: Weitere Beiträge zum Thema "Digitale Ethik".
 
 

Die Autorin


Cornelia Diethelm, Gründerin des Centre for Digital Responsibility (CDR), dem Think Tank für Digitale Ethik


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