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Mit diesem B2B-Onlineshop lässt sich arbeiten

Zalando, Galaxus, Amazon: Das alles sind Onlineshops, die heutzutage nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind. Und es sind Shops, für die sich viele UX-Designer den Kopf über ein noch besseres Einkaufserlebnis zerbrechen. Doch wie setzt man erfolgreich einen B2B-Onlineshop um? Und gelten da die gleichen Regeln wie bei B2C-Onlineshops? Diese Fragen wurden für den neuen Fachhandels-Auftritt des Distributors Alltron gestellt.
 
Alltron gehört zur Competec-Gruppe, welche 2019 über CHF 811 Mio. umgesetzt hat – unter anderem mit den bekannten Onlineshops brack.ch, alltron.ch und jamei.ch. Dabei wurde der weitaus grösste Anteil im B2B-Bereich generiert.
 
Der neue Alltron B2B-Onlineshop – entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Fachhandelspartnern der Competec Gruppe. (Bild: Alltron)
 

Es wird nur gebaut, was auch gebraucht wird. Doch was braucht es?

Um die Bedürfnisse der Fachhandelspartner möglichst früh abzuholen, wurden diese gleich zu Beginn in die Entwicklung der neuen Shop-Plattform einbezogen. Mittels User-Experience-Forschung, Interviews mit ausgewählten Fachhandelspartnern und Prototyping wurden die Anforderungen der Fachhändler analysiert und neue Ideen getestet. Auf Basis dieser Erkenntnisse sind in zahllosen Iterationen Designs und Funktionen erstellt und weiter getestet worden. Unterstützt beim ganzen Prozess wurde Alltron von der Winterthurer Agentur Cando. «Die grosse Erfahrung von Cando nicht nur in Design und Usability, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Entwicklerteams an geografisch verteilten Standorten hat uns sehr geholfen», sagt David Lutz, Product Owner B2B Shops bei Alltron und der Competec-Gruppe.
Während dieser ersten Phase war spannend zu sehen, wie die Fachhandelspartner mit dem bestehenden Onlineshop arbeiten und welchen Alltag diese damit zu bewältigen hatten. Die oben genannten Methoden halfen dabei, im Detail zu verstehen, was relevant ist und wirklich zählt für einen erfolgreichen B2B-Onlineshop. Auf die wichtigsten Kriterien wird hier eingegangen:
 
  • Hochperformante Suche. Die Handelspartner kennen die Artikel, mit denen sie täglich arbeiten sehr gut. Und sie arbeiten oft direkt mit den entsprechenden Artikel- und Herstellernummern. Deshalb sollten diese von der Suche optimal unterstützt und höher priorisiert werden. Die wichtigsten Treffer erscheinen zudem bereits während des Tippens und können direkt in den Warenkorb gelegt werden. 
  • Mobile «second» statt «first». Fachhandelspartner arbeiten im Büro, wo Bestellungen per Computer mit grossen Monitoren getätigt werden. Es kommt selten vor, dass eine Bestellung über ein Mobilgerät, wie z. B. ein Smartphone, gemacht wird. Deshalb wurde bei der Umsetzung darauf geachtet, dass die Anwendungen vor allem für grossflächige Bildschirme optimiert werden.
  • Schneller am Ziel bei alltäglichen Prozessen. Wichtig ist die optimale Usability, um möglichst schnell die täglichen Bestellungen zu tätigen ohne zu viele Schritte und Klicks. Ein Beispiel dafür ist der Checkout-Prozess, dessen Schritte nun auf einer Seite dargestellt werden, wo sich sämtliche Liefer- und Verrechnungsoptionen auf einen Blick prüfen und anpassen lassen.
  • Arbeiten im Team. Für Handelsunternehmen, bei denen mehrere Personen in der Beschaffung tätig sind, gibt es neu einen synchronisierten Warenkorb. Dieser funktioniert nun optimal und in Echtzeit, auch wenn sich mehrere Benutzer das gleiche Login teilen. Obwohl dies nicht empfohlen wird, hat die User-Experience-Analyse gezeigt, dass dies bei vielen Firmen trotzdem so praktiziert wird.
  • Die richtige Balance bei Cross-Selling. Mit Werbung und Cross-Selling sollte sehr sparsam umgegangen werden, damit die Benutzer nicht von ihrer täglichen Arbeit abgelenkt werden. Trotzdem ist es natürlich im Interesse von Competec, Mehrverkäufe zu pushen und Cross-/Upselling zu ermöglichen. Hier eine gute Balance zu finden, ist eine Herausforderung.
 
 

Datengetriebene Entscheidungen

Um die Aussagekraft dieser Kriterien zu unterstützen, stand ein weiterer Punkt im Zentrum der ersten Phase: Durch die 725'000 Privat- und Geschäftskunden sowie die über 11'000 aktiven Fachhandelskunden fallen bei Competec jährlich mehr als 2.1 Millionen Pakete an. 
 
Alle diese Pakete und Bestellungen generieren Daten, die wertvolle Hinweise auf das Bestellverhalten und die Bedürfnisse der Benutzer liefern. Neben den Erkenntnissen der User-Experience-Analyse wurde konsequent darauf geachtet, wichtige Entscheide mittels realen Daten zu untermauern oder zu widerlegen.
 
Ein Beispiel ist das Suchverhalten: Die Analyse der Top 50'000 Suchbegriffe hat gezeigt, welche Themen für die Fachhändler am wichtigsten sind. Viel interessanter waren jedoch die 20'000 Suchbegriffe, die nur selten vorkamen (long tail) – nämlich Artikelnummern und Produktbezeichnungen. Basierend darauf wurde die Suche sowohl im Front- wie auch im Backend entsprechend optimiert.
 
 

User Experience und agile Software Entwicklung

In einem nächsten Schritt wurden die Erkenntnisse in verfeinerten Prototypen und Designs sichtbar gemacht, getestet und im Anschluss vom Competec-Entwicklungsteam im polnischen Krakau mittels agiler Softwareentwicklung umgesetzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Kundenfeedbacks und User Experience-Erkenntnisse laufend in die Entwicklung eingeflossen sind. Dazu arbeitete ein interdisziplinäres Team von Competec und Cando bestehend aus Business Managern, User Experience Designer und Entwickler über ein Jahr lang eng zusammen – dies verteilt über drei Standorte. 
 
Unterstützt wurde das ganze durch einen klar definierten Design-Prozess und Online-Tools die das «Handover» zu den Entwicklern beschleunigte. Zudem wurde ein eigenes Design-System für Competec aufgebaut, was die Wiederverwendung und Standardisierung von Komponenten für verschiedene Onlineshop Instanzen wie Jamei und Alltron ermöglichte.
 
Derzeit befindet sich der neue Alltron B2B-Onlineshop noch in der Beta-Phase und wird im Frühling 2020 live gehen. Die aktuellen Feedbacks der Fachhandelspartner sind sehr positiv. Competec schafft damit die Basis für alle zukünftigen B2B-Auftritte.

 
Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Cando, Schweizer Digital-Agentur und Pionier im Bereich User Experience. Als unabhängiger und neutraler Partner unterstützt Cando mittlere und grössere Unternehmen, bei der Ideenfindung und Innovationen, entwickelt neuartige Applikationen oder optimiert die User Experience von bestehenden Business-Anwendungen, Webportalen und Onlineshops. 
 
Dabei bringt Cando umfangreiches Know-how aus eigenen Entwicklungsprojekten ins Projekt ein und setzt auf Wunsch auch selber um.
 
 
Weitere Informationen und Beiträge von Cando Image GmbH auch auf der topsoft Marktübersicht
Cando Image GmbH | CH-8400 Winterthur | www.cando-image.com