Startup, Setup, Standup: Erfolgsfaktor Digitalisierung

Oft unterschätzt, bis heute: das digitale Mindset. Die Bereitschaft, sich mit den Möglichkeiten zur Digitalisierung auseinanderzusetzen, sie als Chance zu sehen, weiterzukommen – und nicht etwa als Bedrohung von aussen. Offen für den digitalen Weg war und ist nohe, der führende private Anbieter für anerkannte Nothelferkurse in der Schweiz. Hier teilt nohe den Weg von den Anfängen als Startup bis zur Rolle als Supervorreiter in Sachen Digitalisierung. Inklusive Einblick ins Heiligste (Setup) und auf die Haltung (Standup), und mit einem Tipp, wie’s mit der Digitalisierung in KMU ganz entspannt klappt. 
 
 
 
(Bild: nohe Schweiz GmbH / Arben Lekaj)
 
 

Startup: Am Anfang geht’s um Handarbeit und Offenheit 

Zu Beginn gab’s bei nohe die Anmeldung via Website, dazu den Eintrag ins Fertig-Kurssystem des eingesetzten Content Management Systems – fertig. Mehr Digitalisierung war nicht, dafür viel Handarbeit und Verwaltungsaufwand durch nohe-Gründer und Inhaber Arben Lekaj. Der wiederum sehr schnell merkte, so geht’s nicht weiter, sich Unterstützung für die Technik an Bord holte und mit den ersten fünf Kursleitenden dann auch das eigene Kurssystem einführte. 
 
Das brachte schnell spürbare Erleichterung, von der automatischen Bestätigung bis zur Anwesenheitsfunktion. Dazu die Gewissheit: Das war nur der Anfang. Auf dieser Basis wurde und wird stetig optimiert, heute sind unter anderem Geotracking und Interaktionsmöglichkeiten im Einsatz, um noch schneller den passenden Kurs zu finden. 
 
Dass nohe als Vorreiter in Sachen Digitalisierung gilt, hat das Berner Unternehmen seinem Willen zur Weiterentwicklung zu verdanken. Wichtig dabei: Fertig gibt’s nicht. „Digitalisierung ist für uns eine fortlaufende Aufgabe mit immer neuen Meilensteinen wie der Implementierung unseres Überbuchungssystems oder den automatisierten intelligenten Wartelisten“ zeigt Tobias Schmoker, Mitinhaber und CTO der nohe Schweiz GmbH, dass das Unternehmen die digitale Herausforderung angenommen hat und sich ihr gut gerüstet stellt. 
 
 

Stolperstein User Experience

Mit eigenem IT-Unternehmen im Rücken hielt Lekaj sich und sein Unternehmen zu Recht für fit genug, den technischen Herausforderungen zu begegnen. Selbst in der digitalen Welt zu Hause war ihm vieles klar – nicht aber, was die Anwendung des Systems durch 150 teils weniger technik-affine Mitarbeitende bedeutet. Immer wieder kam es zu Herausforderungen in der Bedienung, UX war der meist verwendete Begriff. Das nohe-Learning: Heute wird bei neuen Features viel früher und intensiver durchdacht, was wirklich benutzerfreundlich ist.
 
 

Setup: So wichtig sind die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt

Mit Sinn, Verstand und nicht überstürzt ans Werk gehen hat bei nohe oberste Priorität. Den Standardweg zur Digitalisierung? Gibt es indes nicht. Gut so, finden die nohe-Verantwortlichen. Für manche Prozesse ist es sinnvoll, etwas Eigenes zu entwickeln. So entsteht optimal angepasste Software, noch dazu schneller und günstiger, als das früher bei Eigenentwicklungen der Fall war. Klug kombiniert mit bestehenden Produkten wird daraus für nohe der Schlüssel zum Erfolg. Aber Achtung: „Wir müssen genau hinschauen, wo eigene Entwicklungen sinnvoll sind, und wo wir mit der Einbindung bestehender Lösungen und Schnittstellen genauso gut weiterkommen.“ sagt Tobias Schmoker. So hat das Unternehmen beispielsweise sein ERP-System nicht selbst programmiert, sondern via Schnittstelle eingebunden. Die daraus entstehenden Kapazitäten nutzen sie bei nohe viel lieber für eigene Lösungen. „Dabei setzen wir auf beliebte Technologien und Trends“ erklärt Lekaj, so seien stets eine grosse Community und genug Arbeitskräfte auf dem Markt sichergestellt. 
 
 

Per Digitalisierung die Rettungskette kürzen

Apropos Trends: Welche sehen die nohe-Verantwortlichen in der Branche? „Corona hat dazu beigetragen, dass die Leute remote lernen können. Beim physischen Teil aber, Seitenlagerung und Reanimation zum Beispiel, wird’s schwierig.“ Digitale Unterstützung für den analogen Lernpart gibt es dann aber doch. Die im Takt zum Reanimations-Rhythmus passenden Lieder hat nohe auf einer extra Playlist für alle frei verfügbar zusammengestellt. Klingt klein, zeigt aber, dass die Nähe zu Kursteilnehmenden, zu Führerscheinbewerbenden, Firmen und Schulen hier tatsächlich grossgeschrieben wird. Daumen hoch gibt’s von nohe auch für Apps, die heute die Erste Hilfe vereinfacht. sos112, rege app, first responder und andere helfen, einen Notruf schneller auszulösen und damit die Rettungskette kürzer zu halten. Nach wie vor gilt in der Nothilfe mehr als in jedem anderen Bereich: Jede Sekunde zählt. 
 
Dennoch ist sich das nohe-Führungstrio sicher: Nothilfekurse werden in den kommenden Jahren noch nicht durch Apps oder andere technische Lösungen ersetzt. Was aber, wenn es soweit ist? Dann wird nohe gerüstet sein. Und natürlich wollen die drei und ihr Team in Zukunft noch mehr digitalisieren. Aktuell laufen vor allem Businessprozesse für Teilnehmende und Kursleitende automatisiert. Künftig sollen die Kurse selbst digitaler werden; Kurzpräsentationen zur Qualitätssicherung und für noch schnellere Anpassungen, dazu steht der eNothelfer in den Startlöchern. Rollout ist schon bald geplant. Dann können Kursteilnehmende etwa ein Drittel des Kurses digital zu Hause absolvieren, am Computer oder Smartphone. 
 
 
 
(Bild: nohe Schweiz GmbH / Arben Lekaj)
 
 

Standup: Auf die innere Haltung kommt’s an 

Wichtig auf dem eigenen Weg der Digitalisierung für KMU ist vor allem die innere Haltung – dann erst die Umsetzung. Denn der schlechte Prozess, der digitalisiert wird, ist und bleibt ein schlechter digitaler Prozess. Geschäftsprozesse in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu digitalisieren, bringt besondere Herausforderungen, Hürden und Probleme mit sich. Welche das sein können? Darüber sollten KMU vorher nicht zu viel nachdenken. „Ich finde es wichtiger, die Probleme rechtzeitig zu erkennen, als sich diese zu früh auszudenken, die dann im Alltag ggf. gar nicht eintreten.“ versucht Lekaj, Sorgen zu nehmen. „Klar liegt manchen dieser Weg mehr, andere sind eher Vorausdenker und -planer.“ Grundsätzlich empfiehlt er: „Schlank halten, testen und erst dann weiter ausbauen.“  Und noch einen Tipp für die stressfreie digitale Transformation hat er, mit Augenzwinkern: 
 

„Möglichst alles automatisieren und digitalisieren – ausser das Feierabendbier.“ 

 
Wieder ernst ergänzt er: „Wir wollen die durch unsere Grösse und zahlreichen durchgeführten Kurse gewonnene Erfahrung nutzen und mit einem digitalisierten Lernsystem auch über die Grenzen der Schweiz hinaus expandieren.“ Denn Wissen über Erste Hilfe ist auch international gefragt. nohe will dieses Wissen festigen, einfach, abwechslungsreich und bleibend vermitteln und so die Welt zu einem sichereren Ort machen.
 
 

nohe Schweiz GmbH

Die nohe Schweiz GmbH ist ein Startup aus Bern. Mit geschicktem Webdesign und cleveren Automatisierungen konnte sich das junge Unternehmen in einem gesättigten Markt auch gegen grosse und etablierte Konkurrenten durchsetzen. Heute ist nohe einer der grössten Anbieter für Nothelferkurse in der Schweiz und Pionier in der digitalen Transformation. Die Nothelferkurse werden mittlerweile in der ganzen Schweiz angeboten, unter anderem in Zürich, Baden, Bern, Thun und an zahlreichen weiteren Standorten.