Worauf kommt es bei einem PIM-System an? Drei Fragen an Elmar Eichmann - Themen auf topsoft

Worauf kommt es bei einem PIM-System an? Drei Fragen an Elmar Eichmann

Klassische Papierkataloge müssen zunehmend digitalen Webshops Platz machen. Doch die Herausforderung, aktuelle und umfassende Produktdaten zu publizieren, bleibt. Unterstützung bieten PIM-Systeme. Sie reduzieren den Aufwand und erhöhen gleichzeitig Effizienz und Datenaktualität. Worauf es dabei ankommt, erklären vier erfahrene Experten.

 

Elmar Eichmann...

  1. PIM Systeme waren lange für die Produktion von Papierkatalogen im Einsatz. Der klassische Papier-katalog wird heute durch Online-Werkzeuge ersetzt bzw. ergänzt. Wie werden PIM Systeme heute und in Zukunft eingesetzt?
    Das zukunftsweisende Marketing hat segmentierte Papierkataloge im Fokus. Für ein PIM heisst dies, dass in den Produktattributen auch Kunden-Zielgruppen erfasst werden müssen. PIM-Anwender sollten sich auch mit Personas beschäftigen. Die steigende Zahl an Onlinekanälen bietet den Vorteil eines Monitorings. Solche Auswertung zusammen mit einem Rückkanal ins PIM steigern die Datenqualität. Zu einem PIM gehören auch der direkte Datenimport von Lieferanten und der Datenexport an Kunden. Zudem werden PIM-Systeme künftig von Künstlicher Intelligenz profitieren.


  2. Mit zunehmender Digitalisierung gewinnt die Pflege und Verwaltung von Produktdaten an Bedeutung. Die Pflege der Produktdaten in Excel ist bei KMU weit verbreitet. Welchen Kosten/Nutzen-Vorteil bieten PIM Systeme für KMU? Rechnet sich die Investition in ein PIM-System auch für kleinere Unternehmen?
    Je mehr Ausgabekanäle, desto grösser ist der ROI eines PIM-Systems. Nicht die Anzahl Produkte ist entscheidend für eine Investition, sondern die Mehrfachnutzung gleicher Produktdaten. Diese können nicht nur im Marketing genutzt werden, sondern auch in Bedienungsanleitungen, für POS-Informationen oder als Produktinformationen in Offerten.


  3. Softwareeinführungen können für Unternehmungen grosse Herausforderung darstellen. Was sind Ihre Empfehlungen für die erfolgreiche Einführung einer PIM-Lösung? Welchen Einfluss haben bestehende «nicht perfekte» Produktdaten bei einer Einführung?
    Die Einführung eines PIM-Systems beginnt mit Scoping-Workshops und den Anforderungen aller Stakeholders. Ein gemeinsames Bild, auf welchen Ausgabekanälen Produktdaten erscheinen sollen, ist die Grundlage. Die Datenqualität ist das «Öl im Motor». Je besser das Öl, desto runder läuft der Motor. Die Datenqualität lässt sich in einem PIM bei der Datenerfassung überprüfen. 


Elmar Eichmann

Berater digitale Kommunikation, Stämpfli AG | www.staempfli.com

Lesen Sie auch die Antworten von Yves Meyer, ITB-Swiss AG; Tobias Schlotter, Akeneo GmbH und Thomas Fischer, Brunner Medien AG.

 

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