Worauf kommt es bei einem PIM-System an? Drei Fragen an Tobias Schlotter - Themen auf topsoft

Worauf kommt es bei einem PIM-System an? Drei Fragen an Tobias Schlotter

Klassische Papierkataloge müssen zunehmend digitalen Webshops Platz machen. Doch die Herausforderung, aktuelle und umfassende Produktdaten zu publizieren, bleibt. Unterstützung bieten PIM-Systeme. Sie reduzieren den Aufwand und erhöhen gleichzeitig Effizienz und Datenaktualität. Worauf es dabei ankommt, erklären vier erfahrene Experten.

 

Tobias Schlotter...

  1. PIM Systeme waren lange für die Produktion von Papierkatalogen im Einsatz. Der klassische Papier-katalog wird heute durch Online-Werkzeuge ersetzt bzw. ergänzt. Wie werden PIM Systeme heute und in Zukunft eingesetzt?
    Die Zukunft der PIM-Systeme liegt in ihrem Beitrag zur Digitalisierung und Verwirklichung von Omnichannel-Ansätzen in der Produktkommunikation. Das bedeutet aber keineswegs, dass Print ausstirbt, wie es immer wieder hier und da zu lesen ist. Wir haben zahlreiche Kunden, bei denen Print nach wie vor eine sehr wichtige Rolle in der Customer Journey einnimmt. Bei der wachsenden Anzahl von Kanälen, Formaten und Touchpoints, ist die Gestaltung einer herausragenden Customer Experience ein Muss. Eine solche kann es aus unserer Sicht ohne eine überzeugende Product Experience nicht geben. Ein PIM ist das Werkzeug mit dem Unternehmen die Vision des Product Experience Managements verwirklichen können.


  2. Mit zunehmender Digitalisierung gewinnt die Pflege und Verwaltung von Produktdaten an Bedeutung. Die Pflege der Produktdaten in Excel ist bei KMU weit verbreitet. Welchen Kosten/Nutzen-Vorteil bieten PIM Systeme für KMU? Rechnet sich die Investition in ein PIM-System auch für kleinere Unternehmen?
    Excel-Tabellen sind noch weit verbreitet, doch das Sammeln, Verwalten, Anreichern, Kontextualisieren und Distribuieren von Produktdaten ist nicht nur hoch fehleranfällig, sondern auch schlicht und einfach nicht skalierbar. Die Datenpflege beansprucht viel Zeit und Mühe. Diese manuellen, repetitiven Aufgaben lenken das Team davon ab, Zeit in Aufgaben zu investieren, die einen wesentlich höheren Beitrag in der Wertschöpfungskette leisten: die Gestaltung überzeugender Product Experiences. Genau aus diesem Grund ist «PIM for All» schon seit Jahren ein Leitwort bei Akeneo.


  3. Softwareeinführungen können für Unternehmungen grosse Herausforderung darstellen. Was sind Ihre Empfehlungen für die erfolgreiche Einführung einer PIM-Lösung? Welchen Einfluss haben bestehende «nicht perfekte» Produktdaten bei einer Einführung?
    Tatsächlich stellen PIM-Projekte Unternehmen vor Herausforderungen. Diese anzupacken lohnt sich definitiv. Bei Akeneo haben wir früh auf einen agilen Ansatz gesetzt statt auf klassische Wasserfall-Software-Einführungsmethoden. Wir wollen Mitarbeiter in den Abteilungen schnellstmöglich befähigen und Nutzen stiften. Bei unserem Kunden SLV war das PIM-Projekt schon nach 3 Monaten abgeschlossen; neue Mitarbeiter können innerhalb von 1.5 Stunden geschult werden.


Tobias Schlotter

General Manager Central & Eastern Europe, Akeneo GmbH | www.akeneo.com

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