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KI wichtigster Zukunftstrend im Handel

EHI und Microsoft untersuchen Smart Stores – Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) sind die Basistechnologien des digitalisierten und vernetzten Stores und haben im Handel grosses Zukunftspotenzial. Insbesondere in KI sehen die meisten Händler eine grosse Relevanz. Eine flächendeckende Verbreitung dieser neuen Technologien ist im deutschen Handel zurzeit allerdings noch nicht feststellbar. Viele der Technologien kommen vor allem in einzelnen Filialen im Rahmen von Pilotprojekten zum Einsatz.

Aber bei vielen Unternehmen bestehen bereits konkrete Umsetzungspläne: Der Handel befindet sich  in der Entwicklung hin zu Smart Stores aktuell in einer Konzeptions- und Aufbauphase und sucht offensiv nach Lösungen, um mit personalisierten Angeboten zu begeistern und mit KI und IoT Handelsprozesse neu zu erfinden, so fasst Xenia Giese, Industry Solution Executive Retail & Consumer Goods bei Microsoft Deutschland und Co-Autorin der Studie den zweiten Teil der Analyse zusammen, die das EHI und Microsoft in dem Whitepaper Smart Store zurEuroCIS 2019 veröffentlicht haben.

 

Wichtigster technologischer Trend

Künstliche Intelligenz (KI) wird den Handel maßgeblich verändern, darin besteht unter den Befragten breiter Konsens. So sieht die überwiegende Mehrheit (69 Prozent) KI als wichtigsten technologischen Trend der kommenden Jahre. Laut Einschätzung von mehr als der Hälfte (53 Prozent) der Händler wird KI vor allem im Bereich der vorausschauenden Datenanalyse (Predictive Analytics) eine tragende Rolle spielen. Besonders Textilhändler könnten von Trendvorhersagen profitieren, um z. B. das richtige Produkt, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit anbieten zu können.

Im Einsatz ist KI bereits bei einem knappen Drittel (32 Prozent) der Händler, weitere 36 Prozent haben konkrete Umsetzungspläne für die nächsten drei Jahre. Ein Fünftel beobachtet das Thema, macht aber noch keine konkreten Pläne hinsichtlich einer Umsetzung, während KI für 12 Prozent der Unternehmen aktuell noch keine Rolle spielt.

 

 

Das Internet der Dinge 

Bei der Einschätzung der Zukunftsrelevanz von Internet of Things-Technologien sind die Befragten noch zurückhaltend. Immerhin betrachten aber 22 Prozent der Händler IoT als einen der wichtigsten technologischen Trends der kommenden Jahre. IoT-Anwendungen sind bereits bei 28 Prozent der Händler im Einsatz. Weitere 23 Prozent planen eine entsprechende Umsetzung in den kommenden Jahren. Ebenfalls 23 Prozent geben an, das Thema vorerst nur zu beobachten. Ein Viertel der Händler bemisst IoT-Anwendungen noch keine Bedeutung für das eigene Unternehmen bei.

 

Kaum filialübergreifende Lösungen

Im Bereich der Gebäudetechnik der Filialen kommen intelligente und automatisierte Energiesteuerungssysteme bei fast der Hälfte (46 Prozent) der befragten Händler zum Einsatz. Darüber hinaus sind solche Systeme bei 9 Prozent der Händler konkret in Planung. Beim Einsatz solcher Energiesteuerungssysteme verfolgen allerdings nur wenige Händler bereits einen filialübergreifenden Ansatz. Bei den meisten Unternehmen sind zunächst nur Teillösungen in Form von Pilotprojekten in einzelnen Filialen im Einsatz. Ein Beispiel ist das Monitoring von Kühlmöbeln, das 36 Prozent der Händler nutzen und weitere 5 Prozent für die nächsten Jahre planen. Meist beschränkt sich das Monitoring aber vorwiegend noch auf die automatisierte Übermittlung technischer Störungen an Servicepartner. Lösungen, bei denen Filialmitarbeiter z. B. automatisch über einen drohenden Verderb von gekühlter Ware informiert werden, sind bislang nicht im Einsatz.

Smarte Regale bzw. Warenträger (Smart Shelves), d.h. mit Sensorik ausgestattete Möbel, die beispielsweise automatisierte Bestandsmeldungen abgeben und drohende Out-of-Stock-Situationen melden, werden von einem Zehntel der Händler eingesetzt. Der Einsatz beschränkt sich aber auch hier in erster Linie auf einige wenige Pilotprojekte. Zusätzlich planen 21 Prozent den Einsatz und ein gutes Drittel (29 Prozent) beobachtet das Thema vorerst. Für 40 Prozent ist der Einsatz von Smart Shelves noch uninteressant.

 

 

Datenbasis

Das Whitepaper Smart Store enthält eine Sonderauswertung der EHI-Studie IT-Trends im Handel. In dieser Studie befragt das EHI alle zwei Jahre im Rahmen von persönlichen Interviews IT-Entscheider aus 90 Handelsunternehmen im deutschsprachigen Raum zu Projekten, Trends und Investitionen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei darauf, zu ergründen, welche Bedeutung die Entscheider den Themen KI und IoT in den kommenden Jahren beimessen und welche konkreten Investitionspläne sich dahinter verbergen. Für das Whitepaper wurden zu diesem Zweck eigens Zusatzfragen gestellt, deren Auswertung exklusiv in diesem Whitepaper zu finden ist.

Neben der Sonderauswertung umfasst das Whitepaper zahlreiche Fallstudien, die den praktischen Einsatz von Smart Store-Technologien im Handel aufzeigen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die technologischen Voraussetzungen für den Einsatz bestimmter Technologien im Store Bezug genommen.

Die Studie Smart Store steht als kostenloses Whitepaper zur Verfügung.

 

 

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

 

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Kurt Jox, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.